Dienstag, 30. August 2016

Tag 3 – Geeewiiittaaaarr oder auch „Nein, wir haben leider kein Foto für dich!“

Allein an diesem ersten Tag gab es schon so viel Eindrücke, dass man damit Seiten füllen könnte. Da wir aber alle Weihnachten noch was vorhaben, versuche ich mich, mich im Rahmen meiner Möglichkeiten kurz zu fassen. Wir versuchten auszuschlafen, jedoch fühlte ich mich trotz vieler Stunden Schlaf dank des Jetlags am nächsten Morgen wie erschlagen. Vielleicht halfen da eine Dusche und das Hotelfrühstück.

 Obwohl wir recht spät dran waren, gab es immerhin noch Melone, Toast mit verschiedenen Aufstrichen und Cornflakes mit … ja nennen wir es Milch, eigentlich war es mehr Wasser mit milchiger Färbung, aber nichtsdestotrotz konnte man es gut über die Cerealien schütten.
 Nachdem wir auf der Dachterrasse neben dem Jakusi gefrühstückt hatten, schnappten wir uns unsere Sachen (da der Laptop immernoch sponn, versuchte ich es in der „Lobby“, während Benni eine Einweisung vom Chef und eine Karte bekam). Mit vollem Elan rannten wir gegen die Hitzemauer, die sich uns außerhalb des Hotels in den Weg stellte und fanden unseren Weg an der Hauptstraße voller hupender Autos, Blue Bird Taxis, TucTucs und der nicht wegzudenkenden Mopeds. 

Der Bürgersteig rechts und links war... naja sagen wir es mal soooo: Der ADAC würde niemanden versichern, der darüber geht. Davon mal ganz abgesehen, dass er weder rollstuhlgerecht noch an keiner Stelle länger als 3m lang war, befanden sich in regelmäßigen Abständen kleine fahrende Geschäfte darauf oder alternativ riesige Betonkübel mit Palmen drin.

Sollte man doch einmal dem halsbrecherischen Verkehr entkommen sein und die Möglichkeit haben sich auf ein paar Meter „sidewalk“ zu flüchten, lief man Gefahr innerhalb von Sekunden einfach komplett zu verschwinden. Wer da jetzt an das Apparieren oder Disapparieren oder einfach Zauberei denkt, liegt leider falsch. Es lag einzig und allein daran, dass auf dem Gehweg einfach mal eine Gehplatte durchgebrochen war oder komplett fehlte.


 Ab und zu lag einfach auch stapelweise irgendwelcher Krams darauf, sodass unsere Zehen arg in Mitleidenschaft gezogen wurden. Na ein paar Metern heißer Luft, geruchsintensiven Düften aus allen Ecken und kunterbunten Müllhaufen, stolperten wir über einen meiner ganz speziellen Freunde: Auf dem Rücken liegend streckte sie alle ihre Beinchen in die Höhe, da lag sie: die Kakerlake! Leider schon dahingerafft durch ein scheinbar plättendes Ereignis hatte die Blatta orientalis ihr Leben ausgehaucht. Gut so!

Dass uns allerdings nicht bald dasselbe Schicksal wiederfuhr, war gar nicht so einfach zu bewerkstelligen. Da es hier wirklich keinerlei Verkehrsregeln zu gab, musste man wie ein Hase auf der Flucht Haken schlagen, da weder Fußgängerüberwege noch rote Ampel für die Kraftfahrer hier irgendein Hindernis darzustellen schienen. Man hätte auch wie Mulans Großmutter sich einfach die Augen zuhalten und mit einer Glücksgrille über die Straße gehen können, es hätte denselben Effekt gehabt.

Als wir doch lebend am Bahnhof angekommen waren, betraten wir die heiligen Hallen. Heilig, weil alle Taxi- oder TucTuc-Fahrer es nicht wagten die glänzenden Fliesen zu betreten, sondern artig davor nach potentiellen Opfern ääähh Fahrgästen Ausschau hielten, während vor ihnen einer peniblen Schnecke gleich, ein Mensch mit Mop und Atemschutzmaske seine Bahnen zog und die Fliesen wischte und bonerte was das Zeug hielt. Es sah mehr aus wie eine Eisbahn und man hatte Angst jederzeit eine unfreiwillige Rutschpartie hinzulegen. Wir erstanden hier zwei Plastekarten, die wir mit 2000 Rp. (ca.15.000 Rp sind 1€) pro Person beluden und noch 20.000 Rp Pfand zahlten. Damit durften wir in das „Upgrade“, also den Bahnsteig, durch eine elektrische Schranke einchecken, ähnlich den Londoner U-Bahnen. Dort standen wir dann und betrachteten einen piekfein gesäuberten Bahnhof mit Bahnhofsauseher und wartenden Gästen. Es gab Anzeigetafeln mit verschiedenen Auskünften in unterschiedlichen Leuchtfarben.


Ein paar Minuten später kam auch die Bahn und wir stiegen in einen Wagon mit Klimaanlage (!), in dem wir uns auf eine Bank setzten.

Wir verhielten uns unauffällig, aber scheinbar schien die fehlende Atemschutzmaske uns verraten zu haben, denn die einheimische Gruppe gegenüber hatte uns erspäht. Ein älterer Herr, der vor der Gruppe stand, sprach uns in seiner Muttersprache an, deren wir nicht mächtig waren: halt auf Indonesisch. Er freute sich wie ein Schneekönig und wir hatten auch den leisen Verdacht, dass er sich ein wenig über uns lustig machte. Nichtsdestotrotz fragte er uns ein paar Stationen weiter, ob er ein Foto mit uns haben können. Völlig verdutzt willigten wir ein und als wir aussteigen mussten, verabschiedeten sich alle umhersitzenden Fahrgäste von uns und der ältere Herr gab uns die Hand und bedankte sich. Draußen orientierten wir uns erst einmal ein paar Minuten, mussten dann wieder wie Rumpelstilzchen ein paar Straßen überqueren und hatten zwischendurch Glück eine Art Fußgängerbrücke für eine besonders breite Straße zu erspähen. Neben dieser hingen Früchte der sogenannten „Stinkfrucht“, die die Welt scheinbar in Stinkfruchtliebhaber und -hasser aufteilt.

Wir marschierten unterhalb der Zugbrücke weiter in Richtung unseres Ziels und kamen dabei an einer riesigen Moschee, aus dessen Minarett allerlei Gebete erklangen, kilometerweise vermüllten Straßen, kleinen Warungs (kleine fahrende Geschäfte, die lokale Speisen anbieten), verwahrlosten Tieren und einer älteren Oma mit einem Pappkarton vorbei, aus dem mehrere kleine Baby-Katzen versuchten zu flüchten.

Unter der Zugstrecke, die auf hohen Pfeilern stand, war erstaunlicherweise alles sauber gefegt.
Dank eines netten Polizisten konnten wir die letzte Straße problemlos passieren und fanden uns vor dem Monas wieder. Dies ist die Abkürzung von Monumen Nasional (indonesisch „Nationales Denkmal“), einem großen Turm, welcher im Zentrum von Jakarta steht, den Kampf um die Unabhängigkeit Indonesiens symbolisiert und 137 m hoch ist. Er wurde am 12. Juli 1975 eröffnet und mündet in einer Flamme, die mit 35 Kilogramm Gold überzogen ist. Es gibt auch eine Aussichtsplattform, welche sich in 115 Meter Höhe befindet. Wir wollten den hohen Turm jedoch auch vom Nahem sehen. Das stellte sich jedoch als komplizierter heraus als gedacht, denn jeder, den wir nach dem Weg fragten, sagte uns, dass wir noch meeeeehhhhrrr aaaauuuußßeeeen herum gehen mussten und wir liefen und liefen neben dem Zaun mit Stacheldraht darauf herum. Aber scheinbar war keiner darauf gekommen mal ein verflixtes Loch im Zaun zu lassen, sodass man hindurch konnte. Bald wurde es mir zu doof und ich beschloss einfach ein Foto durch den Zaun hindurch zu machen.

Ging doch, weiter im Text. Danach zuckten die Blitze über den eh schon dunkelgrauen Himmel und wir versteckten uns vor den ersten Tropfen vor einem Supermarkt. Da nicht mehr zu kommen schien, liefen wir erfreut weiter, an einer kleineren Moschee vorbei und testeten dabei ein Ampel. Leider kamen wir nur bis zu einer Bushaltestelle, an der ein paar Indonesier mit ihren Waren standen und dann begann es unsäglich zu schütten. Innerhalb weniger Minuten stand das Wasser auf den Straßen zentimeterhoch und jeder Bus ließ uns eine Wasserwelle über die auf dem höher angebrachten „Bushaltestellenhäuschen“ mit Fliesen drum herum stehenden Füße schwappen. Zudem wurde es auch noch windig und tropfte durchs Dach und obwohl mir die lieben Einheimischen einen Sitzplatz anboten, bereute ich es, denn bald war mein Rücken klitschnass. Aber die kleine Omi neben mir freute sich trotz des Regens und lächelte. Ein bisschen Ähnlichkeit hatte sie mit den knuffigen kleinen Hamstern aus Ice Age 4 ja schon... bis sie ihren Kaffeebecher einfach neben sich auf die Straße schmiss. Aha, deswegen siehts an den Straßenrändern hier so aus! Es wurde und wurde nicht besser und ich dachte bei mir, dass doch irgendwann einer der Mopedfahrer ausrutschen müsste bei dem Wetter. Aber ein paar von ihnen stellten sich erst unter als es schon fast vorbei war. Als es nur noch ein paar Tropfen regnete, flüchteten wir diesmal in eine katholische Kirche, die sowohl von innen als auch von außen sehr beeindruckend war.
Zunächst dachten wir, dass in der Kirche ein Tonband mit Vogelgezwitscher lief, was doch eher ungewöhnlich erschien, aber wer weiß, andere Länder, andere Kirchenmusik. Dann stellten wir fest, dass jedoch viele kleine Vögelchen durch die Kirche sausten und dabei munter zwitscherten. Wenn sie keine Lust mehr hatten den hiesigen Leuten beim Beten oder den Touris beim Fotografieren zuzusehen, flüchteten sie sich auf den Innenhof der ansässigen Kirchenschule, deren Innenhof zahlreiche Frangipani-Bäume beherbergte.

Unser nächstes Ziel, den lokalen Markt, erreichten wir bald auf unseren Füßen. Mit diesen kamen wir aber nicht weit, da der teilweise überdachte Basar in der Mitte an manchen Stellen bis zu 20 cm hoch überflutet war und man so eher zu den Geschäften hätte schwimmen können oder auch müssen. Viele Einheimische störte das nicht, sie krempelten die Hosen hoch, nahmen die Schuhe in die eine Hand und klemmten Kleinkind und Einkaufstüten unter den einen und Handtasche und Kinderwagen unter den anderen Arm und wateten munter in die ockerfarbene Brühe hinein. Ich stellte mich nicht so geschickt an und legte fast einen dreifachen Rittberger mit meinen Flip Flops auf dem nassen Fliesenuntergrund hin.

Grund für uns ein paar der leicht überzähligen Stoffläden auszulassen und in ein kleines Kaufhaus zu gehen, in dem wir eigentlich nach einem Taschenmesser für Benni gucken wollten. Als wir aber keins fanden, sahen wir uns den „Food Court“ näher an. Dort half uns dann eine junge Dame mit guten Englischkenntnissen nicht gleich das schärfsten Essen zu bestellen, da wir sonst immer nach den lustigsten, buntesten Bildern auswählten, was dann vermutlich wieder mit rauchenden Ohren geendet hätte. So bekam ich ein Gado Gado (Salat mit Erdnusssoße und Reis) und Benni eine Bakso (Fleischbrühe mit kleinen Fleischbällchen und einem Knochen drin, dazu auch die national übliche Beilage: Reis). Zwar hatten wir für Benni einen kalten Eistee bestellt, dieser schien sich aber auf dem Weg von der Bestellung über die Küche bis zu uns irgendwie erwärmt zu haben. Egal, nehmen wir auch. Ich bekam das lustigste Getränk: ein Eisbecherglas gefüllt mit Avocado, Kokosstreifen und Stinkfruchtfrüchten (also aus dem Frostfach, darüber dicke süße Kondensmilch und ein wenig Kokosmilch). Sah aus wie schon einmal gegessen... schmeckte aber zum Glück ganz anders und war nach dem dreiviertel Glas selbst mir (man höre, man staune) zu süß.

Gesättigt und voller Tatendrang verließen wir das Kaufhaus und hüpften, nachdem wir die Karten aufgeladen hatten, in den Zug. Auf dem Weg dahin fiel extrem auf, wie sehr auch hier die Fastfoodketten das Land im Griff haben, wobei ihnen ihre Gier hier wohl einen Strich durch die Rechnung machen dürfte, denn die Preise in Starbucks, KFC und Co. waren fast europäisch, was sich nur wenige Indonesier öfter leisten können. Diesmal ohne Fotosession stiegen wir in Kota, einem Viertel Jakartas, wieder aus und guckten uns den dortigen Platz an, deren umgebene Bauwerke noch aus der niederländischen Besatzung stammten.

In all diesen großen Häusern waren Museen (von der Keramik bis zur traditionellen Puppe) und wir suchten nun die Touriinfo. Auf der Suche kamen wir an vielen bunten Fahrrädern mit entsprechenden Sonnenhüten vorbei, die tatsächlich auch von Leuten auf dem Platz gefahren wurden.
Nachdem sich der „Market“ als ein Restaurant und der große Eingang daneben als Post entpuppt hatte, lief eine große Menge Jungs auf uns zu,die alle grinsten und nach „Hello Mr und Mrs“ fragten, ob sie ein Foto mit uns machen dürften. Also langsam kam ich mir wie die Attraktion vor und nicht wie ein Tourist, der sich eigentlich die Attraktionen angucken wollte. Als wir ein paar Meter weiter waren, schnappten sich die Jungs bereits das nächste europäisch aussende Paar und postierten sich um sie für ein weiteres Foto.

Wir wurden auch von einer Gruppe Südamerikaner gefragt, was man sich denn hier so angucken konnte und nach einem Gang durch eine schmale Marktgasse mit viel Frittierfett, dem üblichen Freund dem Plastemüll und einigen interessanten bis ekligen Gerüchen, sprachen uns noch zwei Mädchen mit Schuluniformen an. Diese hatten ein Klassenprojekt in Englisch und wollten von uns auf einem leeren Blatt unsere Nationalität, unsere Unterschriften und ein paar Sätze, die unsere Meinung über Indonesien enthalten sollten. Nachdem ich sichergestellt hatte, dass wir mit unserer Unterschrift auf eventuell darunterliegendem Bleipapier keinen Sack Reis erstanden hatten, bedankten sie sich und wir setzten unsere Reise fort.

Dann trafen wir auf ein deutsches Pärchen, welches uns die Touriinfo zeigte. Diese entpuppte sich als ein Zelt, in der wir gegen eine erneute Unterschrift eine Karte erhielten und danach von einem Museumsguide noch den Tipp bekamen (sogar teilweise in deutscher Sprache) uns am Hafen umzusehen, wanderten wir erfreut drauflos. Auch hier säumten die Straße und den reichlich mit Müll dekorierten Kanal kleine Stände und die darum sitzenden Familien machte ihre Not zum Teil sehr erfinderisch.

An ehemals schönen Gebäuden und einer holländischen Klappbrücke vorbei, zirkelten wir unseren Weg mithilfe freundlicher Einheimischer, die nie Geld oder irgendetwas wollten, nur gern „Hello“ sagen und ihre Hilfe anbieten, durch einige leider sehr trostlose Gassen.
Am meisten freuten sie sich, wenn man ein Foto von ihnen machte und sie dabei den Daumen in die Luft strecken konnten, gerade bei Kindern kam ein Foto oder auch nur Lächeln und Winken gut an und sie freuten sich und hüpften von ihren mit Müll gesäumten Decken in die Höhe. Unter einer Brücke hindurch sahen wir plötzlich auf der einen Seite ca. fünf Billardtische.
 Da standen viele Männer unter dieser Brücke im Schein einer selbst zusammengebastelter Beleuchtung herum und spielten Billard. An alten Kornspeichern mit hübschen Holzverzierungen (scheinbar auch aus der niederländischen Besetzung) vorbei, fanden wir kurz vor dem Marinemuseum am Hafen einen riesigen Haufen Bambus und ein fast fertig gezimmertes Häuschen aus diesem, was Benni natürlich gleich in Augenschein nehmen musste. Die scheinbaren Bauherren beobachteten ihn interessiert und winkten höflich als wir gingen.

 Am Museum trafen wir das Pärchen von der Touriinfo wieder, die sich von einem guide wohl gerade eine Hafenrundfahrt aufschwatzen ließen.
Als dazu noch ein Österreicher und eine Niederländerin stießen, bildeten wir in diesem Viertel wieder eine Attraktion und mir kam es vor, als würden manche Leute zweimal an uns vorbeilaufen. Der Hafen sollte laut den beiden zuletzt Dazugekommenen eine Sackgasse sein und wir beschlossen ihn uns erst einmal anzusehen bevor wir irgendeine Rundfahrt mitmachten. Als wir das Ende der Straße erreichten... blieb uns fast die Luft weg. Dämme aus Schutt und Müll säumten das Wasser und zwischendrin standen ein paar Hütten. Das Wasser dahinter war kaum noch als solches zu erkennen, da es so verdreckt und mit schwimmenden Abfällen versehen war, dass die Oberfläche kaum ein paar freie Flecke erkennen ließ.
Eine lächelnde Frau kam auf uns zu und als sie merkte, dass wir nur ein paar wenige Worte Indonesisch konnten, holte sie ihren Enkel, der uns auf ein bisschen Englisch einen Weg erklärte. Wir liefen diesen Weg zurück und kamen dabei wieder an den Menschen vorbei, die uns schon einmal geholfen hatten, wobei auch diese wieder lächelten und winkten.

Zwischendurch erzählten uns die beiden mitlaufenden Deutschen von Indien und Bangladesch, während wir wieder vor einem Regenschauer flüchteten. Am Bhf angekommen, trennten sich unsere Wege und wir stiegen in einen schon recht vollen Zug ein. Wir standen da keine 10 Sekunden, bis uns eine junge Frau auf Englisch freundlich darauf hinwies, dass dieses Abteil ausschließlich für Frauen gedacht sei. Ups, dann halt in den „gemischten“ Wagen. Dieser wurde verdammt voll und wir hatten an unserer Station Probleme auszusteigen. Mit Körpereinsatz ging es jedoch und wir bahnten uns den Weg mit Taschenlampe (es wurde langsam dunkel) fast bis zum Hotel zurück. Auf dem Weg kauften wir noch einen frischen Mango-Smoothie (mal zum Vergleich: ca. 300ml kosten ca. 6000-10.000 Rpm wie gesagt ca. 15.000 Rp entsprechen einem Euro), einen Drachenfruchtsmoothie, der interessant aussah, aber leider nach nix schmeckte, es sei denn die Farbe Lila zählt als Geschmack, einmal Nasi Goreng (gebratener Reis mit Gemüse, dazu lustig bunt eingefärbte Krabbenships) und ein Paket Spießchen mit Kochbanane. Begleitet wurden wir von einem nettenm, schief grinsenden Herrn, der uns erklärte, dass er hier jeden kenne und kommentierte jeden Handgriff seiner die kleinen Warungs besitzenden Freunde auf Englisch. Neben mich stellte sich bald eine junge Frau, die sich als Studentin vorstellte, mir den Rat gab, dass wir nur uns selbst trauen sollten (v.a. was unsere Taschen betraf), wünschte uns einen glücklichen Aufenthalt und bedankte sich am Schluss (ich weiß wirklich nicht wofür!). Mit unseren neuen Errungenschaften und noch einem frittierten Brotstück, fanden wir unseren Weg ins Hotel und mumpfelten dort auf der Dachterrasse unser Abendbrot. Neben uns saßen zwei Indonesierinnen (eine davon studierte in den USA), eine Deutsche (die mit ihren 19 Jahren allein unterwegs nach Australien war, um dort ihr Work&Traveljahr zu beginnen und uns nach unserem Geständnis das da auch schon durchgeführt zu haben, nach jeder Info ausquetschte) und ein halb Kolumbianer, halb Argentinier, der von uns ganz viel über die Situation über Paris und Reiseziele in Deutschland hören wollte und erzählte uns im Gegenzug was wir in Bali (vor allem die Nachmittagsfähre sollten wir meiden, da dort wohl durch die Partypeople doppelt so viel wie am Morgen die Fische gefüttert wurden, er beschrieb es mehrfach mit „horrible“) zu erwarten hatten. Nach einigem Hin-&Her, entschieden wir uns nicht mit der Deutschen nach Bandung zu gehen, da uns der Chef (der mir freundlicherweise eine große Karte von Java ausgedruckt hatte, da wir in der der Stadt keine ausschließliche Karte von Java gefunden hatten) gesagt hatte, dass wir das bei „nur“ drei Wochen lieber weglassen sollten. Die Deutsche guckte etwas enttäuscht, aber wünschte uns ganz viel Spaß und nach einer Runde Klimaanlage und Mückenfangen bzw. einer Antibrummdusche, war der Tag für uns definitiv vorbei!

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