Donnerstag, 15. September 2016

Tag 10 – Let's go schnorcheln!

Am nächsten Tag trafen wir uns zum Frühstück und zu selbstgemachten Bananenpancakes + Tee. Da die Pancakes selbst leider geschmackstechnisch leicht undefinierbar waren, gab es dazu Honig.
 Im Anschluss packten wir unseren Rucksack für den Strand und deckten uns noch mit Wasser ein. An dem Laden, in dem wir das Wasser erstanden, stand doch tatsächlich draußen ein Käfig mit viele kleinen Vögelchen, die zwitschern innerhalb des viel zu kleinen Käfigs hin und herflogen.
Unter ihnen war auch ein Beo, dem Timo und ich gern Therima Kasi beigebracht hätten. Leider waren wir recht erfolglos damit, dafür antwortete uns der Vogel mit einem indonesisches Satz, den wir leider nicht verstanden. Aaaaaaber er antwortete ha! Dafür, dass so ein Vogel bei uns in Deutschland 3000€ kostete, war es schon erstaunlich so einen einfach vor irgendeinem Laden in einer kleinen Stadt in Bali zu finden.




Anschließend liefen wir einen ganzes Stück am Strand entlang und machten es uns dann unter einem Baum im Schatten gemütlich, unter dem Benni zunächst seine Augenlider auf Lichtdurchlässigkeit prüfte und die beiden anderen schnorcheln gingen.

 Sie berichteten auch danach sofort, dass man echt wahnsinnig viel sehen würde und davon angespornt weckte ich den bereits-aber anders- schnorchelnden Benni und wir marschierten ebenfalls mit dem freundlicherweise von den beiden geliehenen Schnorchelzeug ins Wasser.

Tatsächlich es schwammen schon in relativ flachem Wasser hübsche kleine bunte Glitzerfische. Je tiefer es wurde, desto mehr Fische schwammen um einen herum und versteckten sich in den teilweise sogar sehr farbenfrohen Korallen.

Auch lagen hier viele große blaue Seesterne herum und es juckte einen in den Fingern die mal anzustupsen.

Da wir aber nicht wussten, ob uns danach nicht doch die Finger juckten, ließen wir es lieber. Aber angucken war ja auch schön, sehr schön sogar.

Zwar gab es leider auch tote und zertrampelte Korallen, die verschlammt waren, aber trotz alledem gabs es auch hier schon eine erstaunliche Artenvielfalt, man konnte quasi die Krabbe Sebastian aus Arielle „Unter dem Meer“ singen hören.

Dank der Erfindung der Unterwasserkamera gibt es sogar von diesem Teil unseres Urlaubs Bilder. Zwischendurch schwammen wir zurück an den Strand, aber nicht, um uns aufzuwärmen, da das Wasser ja wirklich Babybadewannentemperatur hatte (also Bennis Duschtemperatur^^), sondern, um uns wieder einzucremen, da wir keine Ganzkörperanzüge hatten, knallte uns die Sonne schon ganz schon auf den Rücken.

 Aber nur am Strand im Schatten etwas vor sich hindösen und den Wellen lauschen war auch … ja wie im Urlaub halt ;). Timo und Hanna hatten ihren Versuch in der Sonne zu liegen nach 5 Minuten wieder aufgegeben, da sie meinten, dass man da zum „Cracker“ wird.

 So wechselten wir uns beim Schnorcheln immer ab und nach dem zweiten Schnorchelgang wollte ich gar nicht mehr aus dem Wasser und Benni musste mich fast an den Füßen rausziehen (ich verbitte mir jetzt Greenpeace-Vergleiche mit Walen!^^). Aber das rächte sich abends auch mit einem kleinen Sonnenbrand. Am späten Nachmittag stapften wir wieder ein Stück am Strand entlang und dann einen kleinen Weg an Kühen und Grundstücken vorbei, die zu verkaufen waren. Die Jungs hatten schon den ganzen Tag versucht eine Kokosnuss zu ergattern, um diese erneut wie ein Affe zu öffnen ;) (siehe Costa Rica), allerdings mussten sie die Idee langsam aufgeben, denn entweder waren die Einheimischen oder kleine Tiere schneller.

Im Hotel angekommen duschten wir, wuschen den Sand aus den Badesachen und entspannten halt vom … entspannen ;). Zum Abendbrot wollten wir in ein Restaurant gehen, was Hanna und Timo am Vorabend entdeckt hatten und das durch sein Angebot an frischem Fisch ihre Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte.

Aber zuvor mussten wir noch unsere am Morgen aufgegeben 5kg Wäsche fein säuberlich gestapelt und (die Frau hatte sich schon am Morgen verrechnet, allerdings war sie der Meinung sie hätte damit ein gutes Geschäft gemacht, sodass wir bei ihr 70.000 statt 82.000 Rp gezahlt hätten) für einen noch geringeren Preis (jetzt nur noch 60.000 Rp) in einer Plastetüte abholen.

Als wir am Restaurant angekommen waren, mussten wir feststellen, dass es leider diesmal keine Auslage vor dem Restaurant gab, aber der Kellner eilte, um für uns herauszufinden, ob es noch frischen Fisch gab. Gab es! Wir durften uns sogar welchen aussuchen :). Pro Fisch (mit Grillen vor unserer Nase und Beilagen) wollten sie 80.000 Rp. Haben (ca. 5 €), das is fair!

Da Timo nicht lange im Schneidersitz sitzen konnte, entschieden wir uns für einen normalen Tisch in dem schon recht vollen Restaurant. Zum wirklich sehr leckeren Essen gab es die üblichen Verdächtigen: Nein, ich mein jetzt nicht den Reis, sondern einen Bananen-& einen Mangosmoothie.

Es roch so gut, dass selbst die Kätzchen um uns herumschlichen und schnupperten. Gerade als wir fertig waren, schlossen sie schon Stück für Stück alles, was schon ein bisschen hetzte, gerade mich, da ich nicht so gern so schnell esse ;).

 Zufrieden, satt und gut gelaunt marschierten wir am Straßenrand im Gänsemarkt zurück zum Hotel und beobachteten da bei einer Tasse Tee noch unseren Haustier-Geckos, von denen sich heute einer richtig was gönnte. Wir betrachteten den einen großen Gecko dabei wie er die Wand herunterkletterte und zunächst dachten wir, er wolle sich mit uns anfreunden. Dem war aber nicht so. Er visierte einen keinen Schatten an, der am Boden saß uuuuuuund schnappte blitzschnell zu. Ha! Er hatte sie, die Kakerlake und marschierte triumphierend mit seinem Leckerbissen die Wand wieder hinauf.

 Mit einem weiteren Schnapp verschwanden auch die Fühler der Kakerlake in seinem Rachen und er grinste wie vorher geckohaft vor sich hin. Aaaaber das war noch nicht der ganze Jagderfolg. Eine halbe Stunde später landete eine Gottesanbeterin laut surrend an der Wand und der Gecko rannte die Wand hinunter, um zum Kampf der Giganten anzutreten, wobei...
die Gottesanbeterin hatte keine Chance. Ein Schnapp und sie saß fest. Der Gecko konnte sein Glück kaum fassen und lief bis ganz nach oben, damit wir ihm seine hart erwartete Beute nicht abspenstig machten.
 Er schüttelte sie noch ein bisschen und mampfte sie dann knirschend auf, sodass sich diese zur Kakerlake gesellte. Der kleine Kerl hatte für diesen Abend ausgesorgt. Nach diesem spannenden Kino und einer letzten Absprache (wir hatten für den nächsten Morgen die zwei Roller des Hotels reserviert, da wir die Feierlichkeiten in den Tempeln anschauen wollten) ließen wir uns in die Federn fallen und rückten uns den Ventilator zurecht. Hoffentlich träum ich nicht von Kakerlaken.... >.<!

























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