Mittwoch, 14. September 2016

Tag 9 – Vom blauen Leuchten, Schlitzohren und Schweinepriestern

Tatsächlich gings wieder so früh raus, warum genau nochmal steh ich zwei Tage hintereinander so früh auf? Ach ja richtig, ich wollte ja unbedingt einen Berg hochkraxeln, gerade ich, die größte Wanderratte seit... ach keine Ahnung die Sänfte erfunden wurde vermutlich ;). Egal, wir hatten das bezahlt, wir mussten da jetzt hochwollen. Sachen waren gepackt, wir gut verpackt und draußen trafen wir auf ähnlich motivierte Wandergenossen.Hanna und Timo hatten wohl im ehemaligen niederländischen Herrenhaus auf einem Sofa ein paar Stunden genächtigt und der Niederländer versucht uns mit Scherzen aufzuheitern und zum Wandern zu motivieren. Aber erst hieß es alle Rucksäcke in den Bus und nochmal eine Stunde den Berg hochheizen. Dort standen wieder große Gruppen an verwirrt schauenden Touristen, die soeben in völliger Dunkelheit aus einem der zahlreichen Minibusse geschmissen wurden.
Leider waren wir aber die planloseste Gruppe, da wir scheinbar auch keinen Guide hatten. Da unser Busfahrer auch planlos war, schien sich unsere Laufrichtung in den nächsten paar Minuten auch nicht zu ändern. Nachdem wir mehrmals gefragt wurden, ob wir nicht sicherheitshalber eine Atemmaske leihen wollten für 50.000 Rp das Stück, guckte sich Timo eine der angebotenen Masken an (da er viel mit Farben und Lacken arbeitete) und meinte, dass sie völlig nutzlos seien, da scheinbar nie der Filter gewechselt würde (was wohl normalerweise schon nach 3 Stunden der Fall sein sollte) und man so durch diese Maske wohl nicht mal Luft kriegen würde und ein Schal oder ein Pulli vor dem Gesicht etwas sinnvoller waren. Gut, dann machten wir das so. Irgendwann, nachdem uns ein Guide doof angemacht hätte, wenn wir alleine laufen würden, würden wir da oben sterben, was den Niederländer zu einem Grinsen und einem lustigen Spruch veranlasste, schickte uns unserer Busfahrer einfach mit der nächsten großen Gruppe mit. Die wurde auch mehr oder minder gut durchgezählt und bekam einen unaussprechlichen indonesischen Namen (ähnlich wie „Adis“). Dann gings ca. 200 m ganz gemächlich gerade aus, oh dachte ich mir, das ja nett, genauso wie es uns beschrieben wurde. Jedoch änderte sich das danach schlagartig. Danach gings verdammt steil nach oben und die Guides vorn rannten fast, während die meisten Europäer hinterherkeuchten. Keine 200m weiter verfluchte ich diese Leute da vorn, da es keine Pause gab und nach weiteren 400m ohne Pause dachte ich, meine Lungenflügel fliegen mir um die Ohren. Meine Laune sank mit jedem Meter, den wir nach oben stiegen und ich wünschte dem Typen von dem Reisecenter, der gesagt hatte „Alles easy, gar nicht steil, kein Problem“ ganz böses Karma an den Hals, indem ich leise Flüche vor mich hinbrummelte. Es gab zwischendurch eine Pause und dann wurde weitergerannt und ich wurde immer stinkiger, so ein scheiß hier, mitten in der Nacht, wenn der Kreislauf dann eh so runter ist und dann so steil und nix Pause und Seitenstechen. Ich war kurz davor den nächst besten, der mich grinsend gefragt hätte, ob ichs denn nicht auch so aufregend finden würde, unangespitzt in den Vulkanboden zu rammen. Endlich gabs eine zweite Pause neben einem kleinen Häuschen, den schon bekannten kleinen Müllhaufen und dazu gesellten sich nun noch Tragekörbe, die aussahen, als würden sie gelbes Styropor beinhalten. Zunächst dachte ich, dass sie mittlerweile nur noch so eine Art Show für die Touristen lieferten, weil es im Reiseführer hieß, dass hier noch per Hand Schwefel abgebaut würde. Als wir jedoch den Kraterrand erreichten und ins im Schein der Taschenlampen Männer mit diesen Tragekörben entgegen kamen, aus denen es knisterte, schien das gelbes Zeug, was aussah wie Bauschaum tatsächlich Schwefel zu sein.
Als wir jedoch sahen was das für ein steiniger Trampelpfad war, auf dem sich schon reihenweise Touristen entlangschlängelten, sodass man meinen könnte, eine lange Reihe Zwerge mit kleiner Laterne würde sich zu ihren Minen begeben. Auch die Französin meinte nun, dass sie sich auch gerade fragte, was sie hier tue und warum Menschen überhaupt sowas machen.






Ja nun waren wir hier, also ab nach unten und einen das blaue Leuchten der Schwefelflammen betrachten, die nur zwei Vulkane auf der Welt produzierten, von denen der eine der war, auf dem wir nun standen und der zweite wohl in Island Asche spuckte.





Auf dem Weg kamen uns oft Arbeiter mit den Schwefelkörben entgegen, die (von Benni und dem Niederländer ausprobiert) schweineschwer waren. Unten angekommen, hatte sich unsere Reisegruppe in alle Winde verstreut und jeder versuchte möglichst eindrucksvolle Selfies vor der gelben Schwefelmasse, dem Dampf oder auch den blauen Flammen zu bekommen.










Es war schon ein beeindruckendes Sprektakel, wenn auch nicht ganz ungefährlich wie mir schien und von Einheimischen und Touristen teilweise unterschätzt, die oft sehr risikofreudig zwischen den Schwefeldämpfen umherhopsten und kletterten. Wenn der Wind drehte, war es besonders unangenehm, da dann die Dämpfe in Richtung der fotografierenden Touristen standen und man sich ducken musste, da der Dampf in den Augen brannte.




Zwischendurch ließ noch irgendein Mensch eine Fotodrohne steigen.

Wir beschlossen den Rückweg anzutreten und das war auch ganz gut so, denn als wir wieder auf halber Strecke waren, schien sich der Vulkan für die nervigen kleinen Touristen-Ameisen in seinem Krater rächen zu wollen und schickte eine dicke Schwefeldampfwolke nach oben. Wir bekamen zwar auch ein wenig ab, sodass ich mich schon fragte zwischen dem Husten und Prusten, ob wir es je wieder nach oben schafften, aber als wir uns umdrehten, war der Krater komplett mit Schwefeldampf gefüllt. Auf dem Weg nach oben verschwand langsam der schöne Sternenhimmel und nachdem wir ein paar Schwefelfigurchen dankend abgelehnt hatten, erreichten wir den Kraterrand und konnten einen tollen Sonnenaufgang bestaunen.



Nun wurden die Menschenmassen erst so richtig sichtbar und wo wir heute Nacht überhaupt hingekraxelt waren. Oioioioi!

Da wir unsere Gruppe nicht wiederfanden, fragten wir einen anderen Guide und der meinte es wäre okay, wenn wir einfach alleine runterlaufen würden, da es eh nur einen gab und alle am Parkplatz ankommen würden. So liefen wir und sahen wie die Sonnenstrahlen langsam die Umgebung erreichten und in ein wunderschönes Licht tauchten und wir waren uns beide einig: Wahnsinnige Erfahrung, aber... nie wieder! Wir waren sehr dankbar es überlebt zu haben und trafen noch die zwei Männer, die gestern schon in unseren Jeep mitgefahren waren, allerdings keine Lust hatten so früh aufzustehen. Als wir wieder unten waren, stellten wir uns zunächst bei der Kloschlange an, wobei ich dachte ich wäre ja richtig schlau, wenn ich zu der Tür laufe, zu der nicht viele Fußspuren führten, in der Hoffnung jemand hätte es nicht mitbekommen, dass diese Toilette frei wäre. Allerdings stellte sich meine Schlaufüchsigkeit als Einbahnstraße dar, da sich die vermeintliche Toilette als Dusche entpuppte. Noch verwunderlicher war nur, dass Benni, der sich gleichzeitig mit mir an der Herrenschlange angestellt hatte, immernoch nicht dran war. Ein Wunder ist geschehen! Allerdings waren wohl die meisten Türen bei den Männern zugesperrt und so gab er es irgendwann auf. Wir hatten auch schon unser deutsches und das niederländisch-französische Pärchen an uns vorbeilaufen sehen, begrüßten sie und wollten uns dann kurz am Auto unsere kurzen Sachen holen. Als wir zwei die Bustür aufgemacht hatten, kam ein Mann auf uns zu, den wir nicht kannten mit dem anderen Fahrer, den wir den Tag davor gehabt hatten. Der unbekannte Herr hatte einen sehr überheblichen Gesichtsausdruck und machte uns sofort blöd von der Seite an, wir müssten jetzt jeder noch 150.000 Rp zahlen. Also jetzt schlägts dreizehn. Da ich eh immernoch geladen war, schoss mir jetzt der eingeatmete Schwefeldampf aus den Ohren und ich machte dem Herrn unmissverständlich klar (Wir hatten im Nachhinein erfahren, dass uns genau dieser Busfahrer beschissen hatte, er hatte von uns den Wochenendpreis von 100.000 Rp verlangt.Da wir aber Montagfrüh um 01.00 Uhr erst in den Nationalpark gegangen waren, hätten wir nur 50.000 Rp zahlen müssen.), dass wir das nicht mit uns machen lassen. Der pissige Herr war zwar etwas überrascht, dass eine Frau so mit ihm sprach, wurde aber noch unfreundlicher und meinte wir müssten seinem Fahrer das zahlen. Als ich eben diesen Fahrer damit konfrontierte, dass er uns schon beschissen hatte, wurde der aber richtig klein mit Hut und traute sich nicht mehr mich anzusehen. Dem anderen erzählte, während mir vor Wut der Schwefeldampf schon aus der Nase schoss, dass wir nicht gedenken ihm weitere 150.000 Rp zu zahlen, denn dann hätten sie uns ja doppelt beschissen. Daraufhin bedrohte uns der gute Herr, dass wir dann zum Hafen laufen müssten, aber er traute sich auch nicht mehr mir in die Augen zu sehen. Ich schloss mit dem Kommentar, dass wir nicht laufen werden und damit war das Gespräch für mich beendet. Benni war leicht überrascht mich mal so in Rage zu sehen. Jahaaa schick mich nachts um 01.00 Uhr nen steilen Berg hoch im Laufschritt, dann führe ich gerne Verhandlungen über Geld. Ich war so wütend, dass ich einen Moment benötigte, um mich zu orientieren. Wir gingen zu den anderen und fragten sie, ob sie auch mit der Forderung nach Geld konfrontiert worden waren, aber die schüttelten den Kopf und nachdem wir ihnen die story erzählt hatten, lachten Timo und der Niederländer und meinten das sollten die mal wagen, dann würden wir mit der Polizei drohen. Dann winkte der Fahrer lächeln, der uns hergefahren hatte. Wir stiegen ein und fuhren los, der andere Typ guckte uns böse hinterher. Egal, wir zählten die Rücksäcke, die waren alle noch da. Nur das versprochene und zuvor verpackte und mitgenommene Lunch war spurlos verschwunden. Auch auf Nachfrage tauchte es nicht auf, das hatte er wohl in der Zwischenzeit entweder komplett alleine gegessen oder vertickt, diese Schlitzohren.
 Na egal, wir waren jetzt auf dem Weg zum Hafen und schliefen fast ausnahmslos alle bis zum Hafen ein. Dort angekommen wurden wir an der Straße rausgeschmissen und standen erst einmal schwitzend in der prallen Sonne. Da uns schon vorher nach Obst gewesen war (ich hatte was von einer ganzen Melone gewitzelt, die ich allein aufesse würde) und plötzlich ein Laster mit Melonen beladen an uns vorbeifuhr, winkte Benni diesen ran und tatsächlich erstand er (für 15.000 Rp.=ca. 1€) eine riesige Melone, die uns der Lkw-Fahrer auch noch aufschnitt und wir teilten die eine Hälfte erst einmal mit allen.

Die andere trugen wir dann wie ein Baby bis zum Hafen. Auf dem Weg guckte Benni noch ein wenig in der Luft rum und … verschwand plötzlich... mit einem Bein in einem Loch im Gehweg! Zum Glück passierte nichts, nicht mal eine Schramme, aber ein Schreck war es schon. Am Hafen verabschiedeten wir uns von dem Niederländer und der Französin, die noch ein bisschen auf Java bleiben wollten und suchten uns unseren Weg zum Ticketschalter. Das Ticket kostete wie im Reiseführer versprochen nur 8.000 Rp. (ca. 50 Cent) pro Person und wir liefen ein Stück lang bis wir neben ein paar Lastern auf der Fährer ankamen. Dort mussten wir während der Fahrt zwar ein wenig wie die Geckos den Insekten dem Schatten hinterherhechten, konnten aber schön unsere Melone aufessen und über unsere Vorhaben auf Bali beraten. Wir beschlossen mit Hanna und Timo nun doch zunächst im etwas ruhigeren Norden zu bleiben und suchten uns aus dem Reiseführer den Ort Pemuteran heraus.
 Wir hatten dafür auch ausreichend Zeit; da die Fährzeit zwar nur 15 Minuten betrug, wir aber ewig vor dem Hafen kreisten, da wir nicht hereingelassen wurden. Dabei konnten wir schon große Statuen bestaunen, die ein bisschen was von der Jesusstatue in Rio di Janeiro oder auch von der Freiheitsstatue hatten, nur halt...kleiner. Kurz bevor eine sehr wacklig aussehende Treppe sich zum Schiff senkte, verabschiedeten sich meine Flip Flops, indem sie einfach unverschämterweise kaputt gingen. Gut, dann beerdige ich sie gleich auf Bali und zog schnell meine Trekkingsandalen an. In der Zeit erfragten die anderen drei den Weg zum Busbahnhof, da wir keine 400.000 für das Taxi zahlen wollten. Als wir beim Busbahnhof ankamen, hörten wir einen lauten Knall, ein herzerweichendes Jaulen und dann schoss ein Hund an uns vorbei, der dann mitten auf dem Platz zusammenbrach und zuckend in der Sonne lag. Wir standen erst einmal geschockt, mit offenen Mündern da und brachten kein Wort heraus. Zwei Männer (einer davon mit der entsprechenden Waffe), meinten, es war nur eine Giftpatronen und der Hund sei eh nur ein Wildhund gewesen. Dabei lachten sie. Denen hätte ich am liebsten ins Gesicht geschlagen, aber ich war zu verdutzt und konnte nur beobachten wie ein dritter Mann mit Mundschutz den Hund an einem Bein in den Schatten zerrten und ihn dort zuckend liegen ließ. Danach versuchten wir uns zu orientieren und verhandelten um den gleich abfahrenden Bus, sodass wir nur noch 50.000 pro Person zahlen mussten und quetschten uns mit den Rucksäcken in den eh schon sehr vollen Bus. Zwar lachten die Frauen drinnen und machten sogar Platz für uns (Timo musste trotzdem in der offenen Bustür mitfahren), jedoch wirkte das eben gesehene Spektakel noch nach und so richtig konnte ich mich nicht beruhigen. Das war ja ein schöner Start für diese Insel. Wir fuhren dann ganze 200m und blieben an einer Ecke einfach mal stehen und schwitzten im Sitzen.
Der Busfahrer war eine rauchen, na mensch, da sind wir ja schon weit gekommen. Timo sprang kurz raus, um ein Wasser zu holen und als wir Hanna einen 50.000er gaben, um unsere Fahrtschulden zu begleichen, dachte sie, wir wollten auch ein Wasser und sprang Timo nach. Das klärten wir danach lachend auf, aber das Wasser war trotzdem eine gute Idee. Als wir endlich angekommen waren, wurden wir in Pemuteran an der Straße rausgeschmissen und mussten nun erst einmal nach einer Unterkunft gucken. Wir hatten die Schweitzer vor uns im Bus gefragt, allerdings bezahlten die für ihr Resort & Spa ca. 50€ pro Nacht und da wollten wir uns nach etwas günstigerem umsehen. Also liefen wir in Richtung Strand. Dort durften wir mit Erlaubnis dann über ein Resort & Spa -Gelände laufen, was schon sehr nach Katalog aussah.
Wir fühlten uns fast ein bisschen schäbig, als wir uns vorn in eine Palmhütte an den Strand setzten und zum ersten Mal in diesem Urlaub die Füße ins Wasser hielten... und es war... pisswarm. Tatsache, der Reiseführer hatte nicht gelogen, das Wasser hier hatte Badewanntemperatur.

 Nachdem wir kurz entspannt hatten, gingen wir mit Sack und Pack an einigen Resorts inklusive auf Liegen in der Sonne sonnenverbrannt brutzelnden Touris, die uns alle etwas schräg ansahen wie wir da mit unseren Rücksäcken munter durchmarschierten. Bald sahen wir ein, dass wir wohl nix Backpackermäßiges am Strand finden würden. Also (ich hatte auch langsam schlechte Laune, weil: Hunger) schlappten wir in ein Open-Air- Cafe und gönnten uns Fruchtsäfte und ein sehr leckeres Essen.
 Mie Goreng mit Seafood und eine lustiges Suppe für Benni, die in vielen Einzelteilen kam. Als der Hunger gestillt war und die Laune wieder stieg, googleten wir (da es auch hier überall Wifi gab) nach einer Bleibe.

Ein Resort und Spa für 16€ die Nacht direkt am Strand stellte sich leider als geschlossen heraus (nagut bei den Preisen kein Wunder) und nachdem Benni und Timo ein wenig gegooglet und rumgeguckt hatten, liefen Benni, Hanna und ich in die Richtung einer ausgewählten Adresse, die wir auch schnell fanden. Zwar war das Hotel nicht am Wasser, aber es war sehr schick und die jungen Angestellten wollten uns das Zimmer für 210.000 Rp geben (ca. 16€) und die Zimmer waren wirklich sehr schick, sogar mit Bambusrohrdusche, man gönnt sich ja sonst nix ;). Nachdem dem auch Timo zugestimmt hatte, überedete Benni die beiden jungen Herrn dazu, unser Gepäck mit dem Roller zu holen. So mussten wir bequemerweise kaum laufen, jedoch mussten wir im Cafe erst mal noch bezahlen.

Im Hotel hieß es erstmal duschen und beim Ventilator ein wenig abkühlen, wobei Benni und ich … einschliefen.

 Irgendwann klopften die beiden und meinten sie wären da, wo die lustige Musik herkam. Dahin folgten wir ihnen auch kurze Zeit später, allerdings trauten wir uns dann doch nicht direkt bis zur Quelle der Musik, da es doch sehr privat schien und fotografierten dafür lieber das dicke, schwarze schwitzende Hausschwein, was grunzend auf dem einen Hof nach Essbarem schnüffelte. Wir stiefelten die Straße entlang und erfuhren von einem einheimischen Tauchschulenbesitzer, der mit einigen anderen auf seinem Hof geschäftig bastelte, dass ab morgen ein balinesischer Feiertag (der allerdings vier Tage insgesamt geehen sollte) stattfand und sie daher diese Straßenlaternen für den Drachengott an den Straßen vor jedem Haushalt aufstellten und tatsächlich: An der ganzen Straße entlang sah man vor jeder Tür diese Laternen und jeder kleine und große Tempel, wobei wirklich auf jedem Hof ein eigener kleiner Tempel stand, war sehr hübsch mit Schirmchen und glitzerndem Stoff geschmückt.

Wir sahen auch einen kleinen Ganesha-Tempel, vor dem – scheinbar als Opfergabe- drei Milchtrinkpäckchen neben Blüten und Obst stand. An einer weiteren Laterne hing eine kleine Flasche Fanta. Scheinbar mochte der Elefantengott Milch und der Drachengott Fanta, is ja lustig :).


Bei einer Schlitzohr-Omi kauften wir dann noch für den doppelten sonst üblichen Preis (sonst 5000, bei ihr 10.000 Rp)eine Mango und pflanzten uns mit Wasser und der roten einfach nur süßen Fanta frecherweise auf eine Resortliege und genossen die letzten Sonnenstrahlen.
Auf dem Weg zum Hotel trafen wir zwei kleine Mädchen,die deutsche Kinderbücher in der Hand hatten. Wir unterhielten uns mit ihnen und sie erzählten uns, was so in ihren Büchern passiert und dass ihre Eltern schon vorgegangen waren. Da beide vielleicht 9 Jahre alt waren, brachten wir sie ein Stück bis zu ihrem Hotel, da beide nicht mehr direkt wussten, wo genau ihr Hotel war. Zurück in unserem Hotel trafen wir dann Hanna und Timo wieder, die tatsächlich bei der privaten Tanzmusik eingeladen wurden, weil sie sich nahe rangetraut hatten, und nun davon berichteten. Draußen auf unserer Terrasse quatschten wir nun und beobachten doch tatsächlich mindestens fünf verschiedene Geckoarten dabei wie diese sich um die besten Plätze an den Lampen prügelten. Sollten die ruhig da sitzen und die Insekten wegfressen. Nicht nur, dass sie niedlich waren, sie waren auch ausgesprochen praktisch! So einen Gecko würde ich auch gern mit zu uns ins Zimmer nehmen!



Dahin gingen wir auch bald, da wir nach dem langen anstrengenden Tag doch sehr fertig waren. Gut Nacht lieber Gecko! :)

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