Tag 15 – Na wo sind
denn nun die Haie?Naaaaa? Wo denn?
Wie wir erfreut feststellten, konnten wir diesmal wieder mit Anna ins Wasser gehen und zwar nur zu zweit, da die Stuttgarterin keinen zweiten Tauchgang wollte und auch Annas zunächst angemeldete Schüler wohl nicht mitkamen.
Unsere Ausrüstung stand schon bereit und wir warteten noch ein bisschen, während an uns die Mitarbeiter des dazugehörigen Restaurants mit Burgern und frischen Säften um uns herumliefen. Fast wär ich mitgelaufen, aber da wir schon Frühstück hatten, verschoben wir das lieber auf nach dem Tauchgang. Beim Warten bekamen wir mit, dass es an dem Tauchspot „Manta Point“, zu dem es gehen sollte, leider schon lange keine Mantas mehr gab, da die Indonesier diese komplett ausgerottet hatten an dem Punkt und seitdem gab es an diesem Punkt nur noch einmal eine Sichtung eines einzelnen Mantas. Schade, aber es gab noch die Hoffnung auf Haie. Anna, die nicht älter war als wir, verbrachte offenbar ihre Sommer damit irgendwo auf der Welt Tauchlehrer zu sein und im Winter kehrte sie nach England zurück, um dort Geld zu sparen für den nächsten Sommer. Mensch, das klang auch recht nett ;). Auf dem Boot waren wir diesmal ein paar mehr Leute, da sich noch ein paar Australier fürs Schnorcheln dazugesellt hatten und auch für diese Gruppe gab es bei der Vorstellung Applaus. Der Ablauf war wie gehabt, nur dass wir noch zum Shark Point umschwenkten, da die Sichtverhältnisse am Manta Point wohl nicht die besten waren.
Leider war dies auch am Shark Point zunächst nicht der Fall, aber nach einer Weile konnte man die vielen verschiedenen Fische um sich herum sehr gut erkennen.
Wir sahen wieder Schildkröten und sogar eine Moräne, eine Nemo-Familie, verschiedene ziemlich große Fische, Seesterne, Seenadeln und und und... nur leider keine Haie. Na gut, lässt sich nicht ändern. Als wir zurück waren, gings an den unangenehmen Teil: das Bezahlen. Das musste ich in dem Fall machen. Insgesamt waren die Preise noch okay, aber mehr Tauchgänge wollten wir uns nicht leisten. Wir verabschiedeten uns von Anna und dem Pärchen aus Stuttgart und investierten etwas von dem Geld in zwei T-Shirts für Benni, zwei weitere Smoothies und einen Maiskolben, bei dem Benni zwar gesagt wurde, dass die Preise auf der ganzen Insel gleich wären, der Einheimische nach Benni aber gar nichts bezahlte. Hmmm jaja da war er wieder der „Foreigner entrance“. Auf der Rücktour wollten wir noch Geld holen, um abends die Unterkunft zu bezahlen. Am ersten Automat wollte er kein Geld rausrücken, also gut zum zweiten, der wollte auch nicht.... na wollt ihr mich denn ärgern? Als es nach dem dritten und vierten nicht funktionierte, wurde ich doch leicht nervös und meine Laune war keine gute. Etwas angespannt gings zum Hotel zurück, wo ich mir den Laptop schnappte und wie Rumpelstilzchen über den heißen Weg zu einem der vorderen Bungalows hopste, da dort der Empfang besser war. Zum Glück löste sich das Problem, da ich aus Versehen das den zweiten Geldbetrag aufs Girokonto und nicht aufs Kreditkartenkonto überwiesen hatte. Ufff schnell ändern, so mussten wir doch nicht Teller spülen, um die Miete abzuzahlen, in der Hoffnung, dass es abends auch drauf war. Jetzt konnte ich entspannt duschen und im Anschluss machten wir uns zum nächsten Schalter auf,um Ferry Tickets zu kaufen. An einem der vielen Schalter (eine Fahrt sollte 85.000 Rp) kosten, erstanden wir durch Verhandeln noch einen Shuttlebus dazu, der uns bis nach Lembar bringen sollte für 120.000 Rp., das war zwar immernoch Beschiss, aber bezahlbarer Beschiss.
Beruhigt traten wir unseren Weg diesmal quer über die Insel an und legten uns auf der anderen Seite wieder in den Schatten.
Da wurde es jedoch bald recht kühl. Typisch, jetzt, wenn wir uns mal kurz ausruhen wollen, kommen doch tatsächlich die großen Regenwolken und stänkern.
Irgendwann gaben wir es auf und liefen noch ein weiteres Stück in Richtung Sunset Point, der aber auch heute Gefahr lief recht wolkenverhangen zu werden.
Dazu setzten wir uns in ein Restaurant, beobachteten Touristen, setzten uns selbst noch auf ein paar Schaukeln im Wasser und sahen andere Touristen, die entweder aus Kokosnüssen am Strohhalm nuckelten oder mit einem Pferd am Strand entlang marschierten.
Vor dem Restaurant, in dem wir für etwas mehr Geld etwas zu kleine Säfte bekamen, bauten sie kleine Grasterrassen, was die hier ansässigen Paulchens sehr freute, da somit eine ganze Menge sehr weicher Sand zur Verfügung stand. Leider sah man von der untergehenden Sonne.. also eigentlich nix.
Natürlich auch Salate: Einmal bunt gemischt (wobei wir die zunächst für große Salatstücke gehaltene als geviertelte Zwiebeln entlarvten), dann nur grün und dann Nudelsalat.
Im warmen Bereich gab es noch sehr gute Kartoffelspalten und nur Nudeln. Man konnte sich dazu noch einen Maiskolbenring auf den Grill werfen lassen. Dazu wurden verschiedene Soßen kredenzt in den Geschmacksrichtungen: Erdnuss, süße Sojasoße, Ketchup und scheiße scharf. Beim Nachtisch hätte jedes Kind leuchtende Augen bekommen: Es gab einen Teller mit gelben und einen Teller mit blauen Wackelpuddingstücken und Kuchen (der mal wieder ein wenig trocken war).
Aus Gewohnheit nahm ich das „all you can eat“ sehr ernst, was mein Magen allerdings nicht mehr gewohnt war und so musste ich doch bald aufgeben. Leider schmeckten die frischen Fruchtsäfte in den Variationen Papaya und Guave einmal nach nichts und letzteres nach Kinderzahnpasta... urrrg. Guuut, man soll gehen, wenns am schönsten ist und da wir noch packen mussten,machten wir uns mit Taschenlampe im Dunkeln auf den Weg ins Hotel, da es am nächsten Morgen nach Lombok gehen sollte. Bezahlen mussten wir unser Zimmer auch noch, ups. Eine Dame war aber noch wach und hatte uns auch jemanden für die Küche organisiert, da morgen ein muslimischer Feiertag war und morgens somit alle in der Moschee waren. Na dann, Nacht allerseits ;).
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