Tag 16 – Mit der
Minibus-Mafia in eine beschaulich ruhige Ecke Lomboks ;)
Am nächsten Morgen stand
wir mit dem naja sagen wir mal vierten Hahnenschrei bzw.
Minarettgesang auf und schleppten unsere lieben Rucksäcke bis zum
Frühstück in eine der Strandhütten, von der aus man die gerade
über dem Meer aufgegangene Sonne gut sehen konnte und wo auch schon
ein freundlicher älterer Herr auf uns wartete. Er brachte auch sehr
schnell ein gutes Frühstück, nur hatte er leider das Pulver in den
Getränken nicht ganz umgerührt, sodass es leicht verklumpt war,
egal, hauptsache Frühstück.
Danach liefen wir ordnungsgemäß pünktlich zu um 07.30 Uhr zum Hafen und bekamen von einer gelangweilt dreinschauenden Kassiererin unser Ticket. Sie meinte, dass das Speedboat jedoch erst ablegen würde, wenn sich mindestens 42 Personen finden würden... ahhhh jaaaa, also, wenn man sich so umsah... joah könnten wir fast schon zwei Speedboats fühlen, da mit uns schon eine Menge Leute warteten und es wurden noch mehr. Wie sich jedoch herausstellte nach einigen... Minuten des Wartens, war der Kapitän des Speedboats immernoch in der Moschee beim Beten. Na daaaaann!
Aber die Dame versicherte uns er würde losfahren, wenn er denn mal da ist, jahaaaaa WENN er denn mal da ist. Nach einigen weiteren Minuten des Wartens und einem Selfie vor dem Trawangan-Schild, währenddessen uns zwei dicke Chinesen unseren Sitzplatz klauten, erhoben sich die ersten Einheimischen und wenn wir was gelernt hatten in diesem Urlaub, dann, dass wenn jemand Bescheid wusste, wann es losgeht bzw. ab wann es sich lohnte aufzustehen, die hier ansässigen Personen waren und richtig.
Unserem Gespür sei Dank bekamen wir einen Sitzplatz, während sie das Boot wirklich so lange mit Touristen füllten bis kein Platz mehr war und ein Großteil dieser musste in der Mitte stehen. Dann ging es langsam, aber stetig über das große weite Meer.
Auf der anderen Seite warteten schon wieder die Kutschenfahrer mit den Dollarzeichen in den Augen auf uns.
Einer flunkerte uns auch geschickt einen kurzen Moment vor, dass die Kutsche im Preis enthalten sei, aber wir fielen nicht auf ihn herein. Wir laufen, so weit kann es nicht sein. Siehe da wir hatten Recht. Wenn wir unsere Tickets vorzeigten schickten sie uns in eine Richtung solange weiter bis irgendwann einer Stop sagte. In unserem Fall war das ein schmalzlockiger Typ mit gelb verspiegelter Sonnenbrille und ganz in weiß gekleidet. Ich konnte mir nicht helfen, er sah einfach aus als würde er jeden Moment anfangen den Gangnam-Style zu tanzen.
Auf jeden Fall war er uns von der Sekunde an unsympathisch,in der er uns ins gegenüberliegende Restaurant komplimentieren wollte. Nix da mein Lieber, wir warten hier im Schatten neben dem Bus. Worauf wir warteten? Ganz einfach: Aufs nächste Boot, der Herr konnte den Hals nicht voll kriegen, obwohl mit uns noch drei weitere Deutsche und zwei Franzosen warteten. Irgendwann kam noch eine weitere Gruppe Franzosen angewatschelt, hmmm wie kriegen wir die alle jetzt in einen Minibus?
Es stellte sich heraus, dass der gute Herr noch einen zweiten Minibus aus dem Ärmel zauberte und die erste Fuhre nach Sengiggi mit diesem schon einmal wegschickte. Wir stiegen dann irgendwann in den zweiten Bus ein und hörten von den Deutschen hinter uns, dass sie 50.000 Rp. pro Person für eine Kutsche hierher gezahlt hatten. Mensch diese Schlitzohren. Ironischerweise fuhren wir mit dem Bus jetzt wieder an den Anleger zurück, sodass die Deutschen ihr Geld noch ein bisschen mehr umsonst ausgegeben hatten. Was taten wir hier? Na was denn: Warten natürlich! Auf das nächste Boot, was mit weiteren Deutschen, Niederländern und Franzosen kam, damit waren es wieder zu viele. Scheinbar war der gute Mann gierig und konnte nicht zählen. Jetzt sollten wir aussteigen und er ließ die anderen einsteigen und versicherte uns, er würde ein weiteres Auto organisieren. Das kam sogar auch. Als wir in dieses mit einem anderen deutschen Pärchen stiegen, brüllte der Gangnam-Style-Typ gerade jemanden in dem anderen Bus an, er solle aussteigen und laufen. Meine Güte, was man sich hier gefallen lassen muss.
Wir fuhren davon, natürlich nicht ohne von dem Fahrer das Angebot zu erhalten, dass er uns von Lembar aus mit dem Minibus für nur weitere 150.000 Rp. zu unserem Hotel fahren lassen würde, nein danke!
Er setzte uns dann in Mataram (einer sehr hässlichen großen Stadt mit Malls, Kreisverkehrern und breiten Straßen) in den Minibus mit einem Fahrer und dessen Sohn, die uns dann in Lembar rausließen.
Die anderen beiden marschierten auf die Fähre und wir sahen uns von weiteren Geld-Geiern umringt, die uns alle (zum Teil auf dem Roller!) für nur 150.000 zum Hotel bringen würden. Langsam stieg mir wieder der Dampf aus den Ohren.
Wir ließen sie eiskalt stehen und fanden auf dem Parkplatz eine Art „public bus“, der uns dann für 35.000 pro Person tatsächlich bis zu unserem Hotel fuhr. Meine Güte, was war das anstrengend!
In dem Hotel gab es nur drei Räume, ein kleines Mädchen, eine junge und eine ältere Frau, die uns alle nett begrüßten. Sie boten uns gleich den Bungalow direkt am Meer an. Für Geldverhandlungen holten sie jedoch den „Chef“ ran, den Benni jedoch auf 250.000 (ca. 19€) runterhandeln konnte.
Voll freudiger Erwartung auf eine kalte Dusche, gingen wir ins angrenzende Bad und... es kam kein Wasser aus der Dusche. Irgendwas war doch immer! Aus dem Wasserhahn kam welches. Also Chef rangerufen, der die die ältere Frau rangerufen, beide drehen am Hahn, beide kommen zu dem Ergebnis: Ja es kommt kein Wasser! Achwas, sag bloß!Er meinte er würde den „Klempner“ verständigen. In der Zeit könnten wir in dem großen Bad der großen „Suite“ duschen.
Ja klar her damit. Da funktionierte die Dusche und als wir im Handtuch über den Hof wackelten, entschuldigten sich alle noch zig mal dafür. Is ja nich schlimm, hauptsache er funktioniert dann auch wieder. Im Bungalow drehten wir den großen „Ventilator“ an der Decke auf und mussten eine ganze Weile liegen bleiben bis wir wieder die Nerven fanden aufzustehen.
Während Benni die Straße rauf und runter gucken wollte, legte ich mich auf eine Liege in die Sonne und beobachtete genau wer da womit in unseren Bugalow ging. Zunächst kam der ununterbrochen rauchende „Klempner“ mit einem Inbusschlüssel, damit fuhr er aber schnell wieder. Danach kam er mit einer Rohrzange wieder und nach ein paar Minuten, nagut mehr so einer Stunde floß auch wieder Wasser in unserem Outdoorbad. Immerhin!
Benni kam zurück, wir bestellten eine Cola und eine Sprite, Säfte gab es nicht, obwohl wir auf dem Weg frisches Obst gesehen hatten, und er packte sich auch in die Sonne und beriet sich danach ein wenig mit dem „Chef“.
Ich setzte mich auf die Veranda und schrieb. Zum Abendbrot trafen wir einen anderen Deutschen, der wohl seine Arbeit in Deutschland gekündigt hatte und seitdem durch die Welt tourte, also seit ca. 2 Wochen.
Der fragte uns, ob wir uns am nächsten Tag ein Boot zu den Gili Islands teilen wollten. Da wir nichts dagegen einzuwenden hatten, fragten wir auch gleich nach einem Roller. Für diesen wollten sie allerdings 100.000 Rp. haben. Das war zu viel. Selbst die Einheimischen hatten uns gesagt, dass ein Roller nicht mehr als 70.000 Rp, eher noch 60.000 kosten sollte. Der komische Klempner aber lachte nur und meinte wir sollten hier ruhig jeden fragen, die würden hier überall soviel kosten, da es keine Verleihstationen gab. Na der war mir jetzt schon unsympathisch. Zum Abendbrot gesellte sich der Deutsche zu uns, während wir von der Karte das bestellten, was es eigentlich nur gab ( 3 Gerichte: Mie Goreng, Bule (Rindfleisch in Kokossauce) und Cap Cay (gekochtes Gemüse).
Es schmeckte ganz gut, aber leider war halt die Auswahl echt gering und unsere Softdrinks holten wir lieber selbst vom Supermarkt und zahlten dann dafür nur 5000 Rp. statt 10.000 Rp, wenn die ältere Dame diese aus dem Markt holte. Nachdem Benni noch etwas bei dem Deutschen gesessen und ich beim Schreiben noch die Geckos an der Wand beobachtet hatte, fiele wir völlig fertig mit dem Gesicht voran ins Kissen.
Danach liefen wir ordnungsgemäß pünktlich zu um 07.30 Uhr zum Hafen und bekamen von einer gelangweilt dreinschauenden Kassiererin unser Ticket. Sie meinte, dass das Speedboat jedoch erst ablegen würde, wenn sich mindestens 42 Personen finden würden... ahhhh jaaaa, also, wenn man sich so umsah... joah könnten wir fast schon zwei Speedboats fühlen, da mit uns schon eine Menge Leute warteten und es wurden noch mehr. Wie sich jedoch herausstellte nach einigen... Minuten des Wartens, war der Kapitän des Speedboats immernoch in der Moschee beim Beten. Na daaaaann!
Aber die Dame versicherte uns er würde losfahren, wenn er denn mal da ist, jahaaaaa WENN er denn mal da ist. Nach einigen weiteren Minuten des Wartens und einem Selfie vor dem Trawangan-Schild, währenddessen uns zwei dicke Chinesen unseren Sitzplatz klauten, erhoben sich die ersten Einheimischen und wenn wir was gelernt hatten in diesem Urlaub, dann, dass wenn jemand Bescheid wusste, wann es losgeht bzw. ab wann es sich lohnte aufzustehen, die hier ansässigen Personen waren und richtig.
Unserem Gespür sei Dank bekamen wir einen Sitzplatz, während sie das Boot wirklich so lange mit Touristen füllten bis kein Platz mehr war und ein Großteil dieser musste in der Mitte stehen. Dann ging es langsam, aber stetig über das große weite Meer.
Auf der anderen Seite warteten schon wieder die Kutschenfahrer mit den Dollarzeichen in den Augen auf uns.
Einer flunkerte uns auch geschickt einen kurzen Moment vor, dass die Kutsche im Preis enthalten sei, aber wir fielen nicht auf ihn herein. Wir laufen, so weit kann es nicht sein. Siehe da wir hatten Recht. Wenn wir unsere Tickets vorzeigten schickten sie uns in eine Richtung solange weiter bis irgendwann einer Stop sagte. In unserem Fall war das ein schmalzlockiger Typ mit gelb verspiegelter Sonnenbrille und ganz in weiß gekleidet. Ich konnte mir nicht helfen, er sah einfach aus als würde er jeden Moment anfangen den Gangnam-Style zu tanzen.
Auf jeden Fall war er uns von der Sekunde an unsympathisch,in der er uns ins gegenüberliegende Restaurant komplimentieren wollte. Nix da mein Lieber, wir warten hier im Schatten neben dem Bus. Worauf wir warteten? Ganz einfach: Aufs nächste Boot, der Herr konnte den Hals nicht voll kriegen, obwohl mit uns noch drei weitere Deutsche und zwei Franzosen warteten. Irgendwann kam noch eine weitere Gruppe Franzosen angewatschelt, hmmm wie kriegen wir die alle jetzt in einen Minibus?
Es stellte sich heraus, dass der gute Herr noch einen zweiten Minibus aus dem Ärmel zauberte und die erste Fuhre nach Sengiggi mit diesem schon einmal wegschickte. Wir stiegen dann irgendwann in den zweiten Bus ein und hörten von den Deutschen hinter uns, dass sie 50.000 Rp. pro Person für eine Kutsche hierher gezahlt hatten. Mensch diese Schlitzohren. Ironischerweise fuhren wir mit dem Bus jetzt wieder an den Anleger zurück, sodass die Deutschen ihr Geld noch ein bisschen mehr umsonst ausgegeben hatten. Was taten wir hier? Na was denn: Warten natürlich! Auf das nächste Boot, was mit weiteren Deutschen, Niederländern und Franzosen kam, damit waren es wieder zu viele. Scheinbar war der gute Mann gierig und konnte nicht zählen. Jetzt sollten wir aussteigen und er ließ die anderen einsteigen und versicherte uns, er würde ein weiteres Auto organisieren. Das kam sogar auch. Als wir in dieses mit einem anderen deutschen Pärchen stiegen, brüllte der Gangnam-Style-Typ gerade jemanden in dem anderen Bus an, er solle aussteigen und laufen. Meine Güte, was man sich hier gefallen lassen muss.
Wir fuhren davon, natürlich nicht ohne von dem Fahrer das Angebot zu erhalten, dass er uns von Lembar aus mit dem Minibus für nur weitere 150.000 Rp. zu unserem Hotel fahren lassen würde, nein danke!
Er setzte uns dann in Mataram (einer sehr hässlichen großen Stadt mit Malls, Kreisverkehrern und breiten Straßen) in den Minibus mit einem Fahrer und dessen Sohn, die uns dann in Lembar rausließen.
Die anderen beiden marschierten auf die Fähre und wir sahen uns von weiteren Geld-Geiern umringt, die uns alle (zum Teil auf dem Roller!) für nur 150.000 zum Hotel bringen würden. Langsam stieg mir wieder der Dampf aus den Ohren.
Wir ließen sie eiskalt stehen und fanden auf dem Parkplatz eine Art „public bus“, der uns dann für 35.000 pro Person tatsächlich bis zu unserem Hotel fuhr. Meine Güte, was war das anstrengend!
In dem Hotel gab es nur drei Räume, ein kleines Mädchen, eine junge und eine ältere Frau, die uns alle nett begrüßten. Sie boten uns gleich den Bungalow direkt am Meer an. Für Geldverhandlungen holten sie jedoch den „Chef“ ran, den Benni jedoch auf 250.000 (ca. 19€) runterhandeln konnte.
Voll freudiger Erwartung auf eine kalte Dusche, gingen wir ins angrenzende Bad und... es kam kein Wasser aus der Dusche. Irgendwas war doch immer! Aus dem Wasserhahn kam welches. Also Chef rangerufen, der die die ältere Frau rangerufen, beide drehen am Hahn, beide kommen zu dem Ergebnis: Ja es kommt kein Wasser! Achwas, sag bloß!Er meinte er würde den „Klempner“ verständigen. In der Zeit könnten wir in dem großen Bad der großen „Suite“ duschen.
Ja klar her damit. Da funktionierte die Dusche und als wir im Handtuch über den Hof wackelten, entschuldigten sich alle noch zig mal dafür. Is ja nich schlimm, hauptsache er funktioniert dann auch wieder. Im Bungalow drehten wir den großen „Ventilator“ an der Decke auf und mussten eine ganze Weile liegen bleiben bis wir wieder die Nerven fanden aufzustehen.
Während Benni die Straße rauf und runter gucken wollte, legte ich mich auf eine Liege in die Sonne und beobachtete genau wer da womit in unseren Bugalow ging. Zunächst kam der ununterbrochen rauchende „Klempner“ mit einem Inbusschlüssel, damit fuhr er aber schnell wieder. Danach kam er mit einer Rohrzange wieder und nach ein paar Minuten, nagut mehr so einer Stunde floß auch wieder Wasser in unserem Outdoorbad. Immerhin!
Benni kam zurück, wir bestellten eine Cola und eine Sprite, Säfte gab es nicht, obwohl wir auf dem Weg frisches Obst gesehen hatten, und er packte sich auch in die Sonne und beriet sich danach ein wenig mit dem „Chef“.
Ich setzte mich auf die Veranda und schrieb. Zum Abendbrot trafen wir einen anderen Deutschen, der wohl seine Arbeit in Deutschland gekündigt hatte und seitdem durch die Welt tourte, also seit ca. 2 Wochen.
Der fragte uns, ob wir uns am nächsten Tag ein Boot zu den Gili Islands teilen wollten. Da wir nichts dagegen einzuwenden hatten, fragten wir auch gleich nach einem Roller. Für diesen wollten sie allerdings 100.000 Rp. haben. Das war zu viel. Selbst die Einheimischen hatten uns gesagt, dass ein Roller nicht mehr als 70.000 Rp, eher noch 60.000 kosten sollte. Der komische Klempner aber lachte nur und meinte wir sollten hier ruhig jeden fragen, die würden hier überall soviel kosten, da es keine Verleihstationen gab. Na der war mir jetzt schon unsympathisch. Zum Abendbrot gesellte sich der Deutsche zu uns, während wir von der Karte das bestellten, was es eigentlich nur gab ( 3 Gerichte: Mie Goreng, Bule (Rindfleisch in Kokossauce) und Cap Cay (gekochtes Gemüse).
Es schmeckte ganz gut, aber leider war halt die Auswahl echt gering und unsere Softdrinks holten wir lieber selbst vom Supermarkt und zahlten dann dafür nur 5000 Rp. statt 10.000 Rp, wenn die ältere Dame diese aus dem Markt holte. Nachdem Benni noch etwas bei dem Deutschen gesessen und ich beim Schreiben noch die Geckos an der Wand beobachtet hatte, fiele wir völlig fertig mit dem Gesicht voran ins Kissen.
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